Vorbemerkung:
Wir orientieren uns bei der Tour-Planung am Fahrplan der GNV für die Schiffsverbindung von Genua nach Tanger Med. Da der Fahrplan für 2027 noch nicht veröffentlicht ist, orientieren wir uns an den bereits bekannten Abfahrzeiten und gehen davon aus, dass die auch für das Frühjahr 2027 gelten. Danach würde die Hinfahrt der GNV von Genua nach Tanger am Samstag, 06.03. erfolgen. Ankunft in Tanger Med am Montag, 08.03.27.
Tourstart ist am 09.03. in Marrakesch.
Tourende ist am 22.03.27 in Boumalne de Dades. Die Rückfahrt wäre danach von Tanger nach Genua am Dienstag, 23.03.27, Ankunft in Genua am Freitag 26.03.27.
Die Anreise ist aber auch auf eigener Achse auf dem Landweg über Algeciras oder Tarifa im Süden Spaniens möglich. Von hier aus gibt es täglich mehrere Schiffe, so dass diese Anreise die größtmögliche Flexibilität bietet. Die Kosten für die kurze Fähre von Algeciras nach Tanger Med und zurück liegen bei ca. € 250,- für die Hin- und Rückreise mit einem Fahrzeug in unserer Größe (6,5 m lang, 3,5 m hoch).
Der hier gezeigte Tourenverlauf ist ein Grobentwurf der Tour, der sich im Detail noch ändern kann. Zu vielfältig sind die Unwägbarkeiten bei einer solchen Reise, die den Reiseverlauf im Detail verändern können.
Preis: Die Tour kostet pro Team (1 Auto, 2 Personen) € 3.290,-
Es wird maximal 7 Teams á 2 Personen geben, d.h. wir sind maximal 16 Leute. Wir behalten uns das Recht vor, ein Fahrzeug zu überbuchen, für den Fall, dass ein Teilnehmerteam ausfällt.
Mindestteilnehmerzahl: 5 Teams
Im Preis enthalten ist die Ausarbeitung der Tour mit zahlreichen Alternativen und Optionen, unser Guiding durch Marokko mit unserem Sternchen, einem 9-Tonnen Allrad-Truck. Ferner enthalten sind die Workshops sowohl theoretisch als auch praktisch zu den Themen Fahren auf steinigen Pisten, Fahren im Sand, richtiges Verhalten beim Festfahren, Selbstbergung, Bergung durch ein anderes / andere Fahrzeug(e). Reifenwechsel-Workshop, Dieselpumpen-Entlüftungs-Workshop.
Ebenso enthalten ist ein kleines "Shootage-Package", ein Paket aus Bildern und Video, vorzugsweise von Fahrzszenen, aber auch vom gesamten Reiseverlauf für die nichtkommerzielle Nutzung. Wir haben eine Cloud eingerichtet, auf der wir uns Bild- und Videomaterial hochladen und auf die jedes Team sein Bild- und Filmmaterial spielt, das es den anderen Teilnehmern zur Verfügung stellen möchte. Von dort kann sich dann jeder das Bild- und Filmmaterial downloaden, das ihn/sie betrifft oder interessiert.
Nicht im Preis enthalten ist die An- und Abreise mit der Fähre (entweder Genua, Marseille, Setè, Algeciras oder Tarifa) die Spritkosten, Campingplatzkosten, Verpflegung und etwaige Eintritte.
Anreise/Abreise nach und von Tanger Med
Eure Anreise erfolgt auf eigene Faust. Wir empfehlen, die Fähre ab Genua am Samstag, 06.03.27 zu nehmen, weil das die entspannteste Art der Anreise ist. Die Teilnehmer, die diese Anreise wählen, treffen sich bereits am Fähranleger und können sich während der Überfahrt schon näher kennenlernen.
Alternativ gibt es eine Fähre ab Marseille und eine ab Sete oder die Möglichkeit, in Barcelona zuzusteigen. Wer sich schon im Süden Spaniens befindet oder auf Achse anreisen möchte, kann auch ab Algeciras oder Tarifa eine der kurzen Fähren nach Ceuta oder Tanger Med (so heißt der neue Hafen in Tanger) nehmen.
Ideal wäre es, wenn sich alle Teilnehmer am Montag, 0.03. im Hafen von Tanger Med treffen bzw. in der nächsten Ortschaft westlich von Tanger Med, Ksar Es Seghir (für die, die mit einer anderen Fähre kommen). Hier kann man prima Gemüse shoppen, Fisch essen und auf die Reisegefährten warten. 1 km nach Ksar Es Seghir geht's auf die Autobahn nach Marrakesch.
Die Fähre ab Genua kommt am Montag, 0.03. voraussichtlich gegen 16 Uhr in Tanger an. Da mit Verspätung zu rechnen ist und die Zollformalitäten durchaus auch mal vier Stunden in Anspruch nehmen können, bis alle Teilnehmer durch den Zoll sind, solltet Ihr davon ausgehen, auf dem Parkplatz im Hafen von Tanger Med zu übernachten und am nächsten Morgen gemeinsam in Richtung Marrakesch aufbrechen. Der Übernachtungsplatz im Hafen von Tanger Med ist absolut sicher, weil er sich noch im geschlossenen Bereich des Terminals direkt nach dem Zoll befindet. Hier kann man auch bei der Rückreise sicher und halbwegs ruhig übernachten.
Die Tour beginnt am Dienstag, 09.03.27 in Marrakesch auf unserem Lieblings-Campingplatz Manzil la Tortue etwas außerhalb der Stadt.
Sie endet am Montag 22.03.27 in Boumalne de Dades.
Tag 1: Eure Ankunft am Abend des 09.03. feiern wir mit einem Begrüßungstrunk und einem kleinen Snack aus unserer Bord-Kombüse.
Tag 2: Wir verlassen den Campingplatz in der Früh in Richtung Süden, um uns über den Tizi'n Tichka-Pass in den Hohen Atlas zu bewegen. Hier erwarten uns die ersten Pisten in grandioser Landschaft und mit Blick auf den höchsten Berg Marokkos, den 4.167 Meter hohen Toukal. Die Pisten sind steinig und felsig, aber in der Regel gut zu befahren. Da wir uns in Höhen von bis zu 2.500 m schwingen, ist zumindest nachts mit kühlen bis kalten Temperaturen zu rechnen. Entsprechende Kleidung und eine funktionierende Heizung sind unerlässlich.
Tag 3: Von unserem Übernachtungsplatz rumpeln wir über Pisten talwärts, erreichen das Asphaltband und folgen ihm weiter nach Südosten.
Tag 4: Über Asphalt und Pisten nähern wir uns Foum Zguid, einem der Tore zur Sahara. Hier übernachten wir auf einem Campingplatz.
Tag 5: Am nächsten Morgen fahren wir auf Piste' von Foum Zguid zum Lac Iriki und weiter die Nordumfahrung des Erg Chegaga.
Zunächst auf Schotter, dann auf festgefahrenem Ton und später durch Weichsand, mit ein paar Offroad-Einlagen, nähern wir uns der brettlebenen Tonpflanne des Lac Iriki. Die Pisten dort sind normalerweise so glatt und breit wie Flugzeug-Landebahnen. Aber im Spätjahr 2024 gab es so viel Regen, dass erstmals seit 40 Jahren wieder ein See entstanden ist, der dem Lac Iriki seinen Namen gegeben hat. Deshalb sind viele Piste stark zerfurcht, weil zahlreiche Leute hier im Morast stecken geblieben sind. Hier ist Vorsicht geboten und dunkle Stellen sind tunlichst zu meiden. Denn auch wenn der See mittlerweile verdunstet ist, ist der lehmige Untergrund noch morastig und ein tolle Gelegenheit, schon hier sein Fahrzeug ordentlich zu versenken. Wir überqueren den Lac Iriki und erreichen die ersten Dünen des Erg Chegaga.
Tag 6: Endlich Sand! Wir haben den Erg Chegaga erreicht, das zweite, bedeutende Dünengebiet in Marokko nach dem Erg Chebbi. Hier heißt es "Luft ablassen", denn die Pisten rund um den Erg Chegaga und die wenigen, die hinein führen, sind vorzugsweise weichsandig. Wir folgen der Piste entlang der Nordroute am Erg Chegaga entlang und halten unsere ersten Sand-Workshop-Sessions ab. An den ersten Dünen probieren wir, wie weit man am Dünenhang hochfahren kann, wie sich der Sand auf der Luvseite befahren lässt, im Gegensatz zur Leeseite, wir ergründen, wie sich der Einsatz von Differenzialsperren bemerkbar macht und wir werden wohl auch die ersten Erfahrungen beim Ausbuddeln der Fahrzeuge sammeln. Am Abend genießen wir auf einer der Dünen den Sundowner und lassen den Tag am Lagerfeuer Revue passieren. Wir werden der Stille lauschen und uns am 100-Millionen-Sternhimmel berauschen.
Tag 7: Wir setzen unsere Fahrt entlang dem Erg Chegaga fort und intensivieren unsere Sanderfahrungen. Wie macht sich noch weiter abgesenkter Luftdruck bemerkbar? In einer Theorie-Session sprechen wir über den richten Einsatz von Bergewerkzeug und wann welche Bergehilfe idealerweise zum Einsatz kommt. Wir besprechen aber auch die Möglichkeiten und Gefahren des gegenseitig Bergens mit Hilfe der Fahrzeuge.
Am Nachmittag nähern wir uns uns M'hamid, dem Anfang oder Ende des Erg Chegagas, erhöhen den Reifendruck auf Asphaltniveau und fahren die letzten 100 km bis nach Zagora. Hier übernachten wir auf einem wunderschönen, in einer Palmerie gelegenen Campingplatz und lassen uns am Abend im Restaurant des Campingplatzes verwöhnen.
Zagora gilt als das Tor zur Sahara (wie es so viele "Tore zur Sahara" gibt). Von hier starteten früher Kamelkarawanen auf die 50-tägige Reise durch die Wüste nach Timbuktu in Mali. In Zagora gibt es die Möglichkeit, die Vorräte aufzufüllen und - falls erforderlich - an den Fahrzeugen zu schrauben oder schrauben zu lassen. Die "Garage Sahara Zagora" von Mohammed und Abdoul ist immer ein Must-Stop in Zagora - und sei es nur, um die verdreckte Karre waschen zu lassen und ggf. abzuschmieren.
Tag 8: In Zagora legen wir einen Pausentag ein, bleiben 2 Nächte auf dem Campingplatz, der etwas außerhalb der Stadt in einem wunderschönen Palmenhain gelegen ist. Den werden wir frühmorgens auf einer kleinen Fotosafari erkunden und die traumhaften Motive auf unseren Speicherkarten konservieren. Ebenso ist der authentische Souk von Zagora einen Besuch wert und die zahlreichen Souvenirshops der Stadt, wo man sicher das eine oder andere Mitbringsel für die Daheimgebliebenen findet.
Tag 09: Frühmorgens verlassen wir Zagora und fahren auf Asphalt nach Nordosten zum Erg Chebbi, wo wir uns wieder in den Sand stürzen. Wir fahren die Querung des Ergs von Merzouga zur Ostseite der Dünen, wo es zwar zahlreiche Camps gibt, in denen Touristen ein oder zwei Wüstennächte verkauft werden, wo es aber immer noch genügend Raum und traumhafte Übernachtungsplätze für intensive Sand- und Wüstenerfahrungen gibt.
Tag 11: Wir verlassen den Erg Chebbi und fahren auf Asphalt bis nach Alnif, dem Einstieg in unsere nächste Piste im Hohen Atlas.
Wir übernachten in luftiger Höhe freistehend.
Tag 12: Wir setzen unsere Pistenfahrt in grandioser Hochgebirgslandschaft fort und erreichen am Abend Boumalne de Dades, das Tor zur Dades-Schlucht.
Die Nacht verbringen wir auf dem Campingplatz über der Stadt, lassen uns vom Campingplatz-Betreiber kulinarisch verwöhnen und verabschieden uns voneinander.
Tag 13: Die Teilnehmer, die zur Fähre nach Tanger müssen, brechen heute den Heimweg an, fahren durch eines der Naturhighlights Marokkos - die Dades-Schlucht und erreichen nach einer weiteren Zwischenübernachtung Fes und schließlich Tanger.
Wer noch länger in Marokko bleibt, wird von uns mit vielen Tipps und Sehenswürdigkeiten 'aufmunitioniert', um den weiteren Trip durch Marokko interessant und spannend zu gestalten.
Hast Du Lust auf die Reise bekommen? Dann freuen wir uns über eine Nachricht von Dir, vielleicht gleich mit den ausgefüllten Kennenlernbögen, mit denen wir Euch und Euer Fahrzeug ein bisschen kennenlernen können.
https://womo.link/kennenlernbogen
Im nächsten Schritt vereinbaren wir ein Zoom-Meeting mit Euch, bei dem wir alle Eure Fragen klären und uns gegenseitig kennenlernen können.
Sobald die Reise ausgebucht ist, organisieren wir ein weiteres Zoom-Meeting, bei dem sich alle Teilnehmer zumindest mal online und über die Webcam kennenlernen können.
Danach wird eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet, in der die Kommunikation zwischen den Teams untereinander und uns organisiert wird. So profitieren alle von den Fragen Einzelner und jeder ist auf dem gleichen Wissensstand.
Wir freuen uns auf Euch!
Edith und Uli