Morocco Offroad Tour vom 30. März bis 12. April 2027


Vorbemerkung:

Wir orientieren uns bei der Tour-Planung am Fahrplan der GNV für die Schiffsverbindung von Genua nach Tanger Med. Da der Fahrplan für 2027 noch nicht veröffentlicht ist, orientieren wir uns an den bereits bekannten Abfahrzeiten und gehen davon aus, dass die auch für das Frühjahr 2027 gelten. Danach würde die Hinfahrt der GNV von Genua nach Tanger am Samstag, 27.03. erfolgen. Ankunft in Tanger Med am Montag, 29.03.27.
Tourstart ist am 30.03. in Marrakesch.

Tourende ist am 13.04.27 in Boumalne de Dades. Die Rückfahrt wäre danach von Tanger nach Genua am Dienstag, 14.04.27, Ankunft in Genua am Freitag 17.04.27. 

Die Anreise ist aber auch auf eigener Achse auf dem Landweg über Algeciras oder Tarifa im Süden Spaniens möglich. Von hier aus gibt es täglich mehrere Schiffe, so dass diese Anreise die größtmögliche Flexibilität bietet. Die Kosten für die kurze Fähre von Algeciras nach Tanger Med und zurück liegen bei ca. € 250,- für die Hin- und Rückreise mit einem Fahrzeug in unserer Größe (6,5 m lang, 3,5 m hoch). 

Der hier gezeigte Tourenverlauf ist ein Grobentwurf der Tour, der sich im Detail noch ändern kann. Zu vielfältig sind die Unwägbarkeiten bei einer solchen Reise, die den Reiseverlauf im Detail verändern können.


 

Preis: Die Tour kostet pro Team (1 Auto, 2 Personen) € 3.290,- 

Es wird maximal 7 Teams á 2 Personen geben, d.h. wir sind maximal 16 Leute. Wir behalten uns das Recht vor, ein Fahrzeug zu überbuchen, für den Fall, dass ein Teilnehmerteam ausfällt. 
Mindestteilnehmerzahl: 5 Teams 

Im Preis enthalten ist die Ausarbeitung der Tour mit zahlreichen Alternativen und Optionen, unser Guiding durch Marokko mit unserem Sternchen, einem 9-Tonnen Allrad-Truck. Ferner enthalten sind die Workshops sowohl theoretisch als auch praktisch zu den Themen Fahren auf steinigen Pisten, Fahren im Sand, richtiges Verhalten beim Festfahren, Selbstbergung, Bergung durch ein anderes / andere Fahrzeug(e). Reifenwechsel-Workshop, Dieselpumpen-Entlüftungs-Workshop. 

Ebenso enthalten ist ein kleines "Shootage-Package", ein Paket aus Bildern und Video, vorzugsweise von Fahrzszenen, aber auch vom gesamten Reiseverlauf für die nichtkommerzielle Nutzung. Wir haben eine Cloud eingerichtet, auf der wir uns Bild- und Videomaterial hochladen und auf die jedes Team sein Bild- und Filmmaterial spielt, das es den anderen Teilnehmern zur Verfügung stellen möchte. Von dort kann sich dann jeder das Bild- und Filmmaterial downloaden, das ihn/sie betrifft oder interessiert. 

Nicht im Preis enthalten ist die An- und Abreise mit der Fähre (entweder Genua, Marseille, Setè, Algeciras oder Tarifa) die Spritkosten, Campingplatzkosten, Verpflegung und etwaige Eintritte. 

 

Anreise/Abreise nach und von Tanger Med

Eure Anreise erfolgt auf eigene Faust. Wir empfehlen, die Fähre ab Genua am Samstag, 06.03.27 zu nehmen, weil das die entspannteste Art der Anreise ist. Die Teilnehmer, die diese Anreise wählen, treffen sich bereits am Fähranleger und können sich während der Überfahrt schon näher kennenlernen.

Alternativ gibt es eine Fähre ab Marseille und eine ab Sete oder die Möglichkeit, in Barcelona zuzusteigen. Wer sich schon im Süden Spaniens befindet oder auf Achse anreisen möchte, kann auch ab Algeciras oder Tarifa eine der kurzen Fähren nach Ceuta oder Tanger Med (so heißt der neue Hafen in Tanger) nehmen.

Ideal wäre es, wenn sich alle Teilnehmer am Montag, 0.03. im Hafen von Tanger Med treffen bzw. in der nächsten Ortschaft westlich von Tanger Med, Ksar Es Seghir (für die, die mit einer anderen Fähre kommen). Hier kann man prima Gemüse shoppen, Fisch essen und auf die Reisegefährten warten. 1 km nach Ksar Es Seghir geht's auf die Autobahn nach Marrakesch. 

Die Fähre ab Genua kommt am Montag, 0.03. voraussichtlich gegen 16 Uhr in Tanger an. Da mit Verspätung zu rechnen ist und die Zollformalitäten durchaus auch mal vier Stunden in Anspruch nehmen können, bis alle Teilnehmer durch den Zoll sind, solltet Ihr davon ausgehen, auf dem Parkplatz im Hafen von Tanger Med zu übernachten und am nächsten Morgen gemeinsam in Richtung Marrakesch aufbrechen. Der Übernachtungsplatz im Hafen von Tanger Med ist absolut sicher, weil er sich noch im geschlossenen Bereich des Terminals direkt nach dem Zoll befindet. Hier kann man auch bei der Rückreise sicher und halbwegs ruhig übernachten.  

Die Tour beginnt am Dienstag, 09.03.27 in Marrakesch auf unserem Lieblings-Campingplatz Manzil la Tortue etwas außerhalb der Stadt.

Sie endet am Montag 22.03.27 in Boumalne de Dades. 

 

Tag 1: Eure Ankunft am Abend des 09.03. feiern wir mit einem Begrüßungstrunk und einem kleinen Snack aus unserer Bord-Kombüse.  


Tag 2: Wir verlassen den Campingplatz in der Früh in Richtung Süden, um uns über den Tizi'n Tichka-Pass in den Hohen Atlas zu bewegen. Hier erwarten uns die ersten Pisten in grandioser Landschaft und mit Blick auf den höchsten Berg Marokkos, den 4.167 Meter hohen Toukal. Die Pisten sind steinig und felsig, aber in der Regel gut zu befahren. Da wir uns in Höhen von bis zu 2.500 m schwingen, ist zumindest nachts mit kühlen bis kalten Temperaturen zu rechnen. Entsprechende Kleidung und eine funktionierende Heizung sind unerlässlich. 

Tag 3: Von unserem Übernachtungsplatz rumpeln wir über Pisten talwärts, erreichen das Asphaltband und folgen ihm weiter nach Südosten.

Tag 4: Über Asphalt und Pisten nähern wir uns Foum Zguid, einem der Tore zur Sahara. Hier übernachten wir auf einem Campingplatz.  

Tag 5: Am nächsten Morgen fahren wir auf Piste' von Foum Zguid zum Lac Iriki und weiter die Nordumfahrung des Erg Chegaga. 

Zunächst auf Schotter, später durch Weichsand, mit ein paar Offroad-Einlagen, nähern wir uns der brettlebenen Tonpflanne des Lac Iriki. Die Pisten dort sind normalerweise so glatt und breit wie Flugzeug-Landebahnen. Aber im Spätjahr 2024 gab es so viel Regen, dass erstmals seit 40 Jahren wieder ein See entstanden ist, der dem Lac Iriki seinen Namen gegeben hat. Deshalb sind viele Piste stark zerfurcht, weil zahlreiche Leute hier im Morast stecken  geblieben sind. Hier ist Vorsicht geboten und dunkle Stellen sind tunlichst zu meiden. Denn auch wenn der See mittlerweile verdunstet ist, ist der lehmige Untergrund noch morastig und ein tolle Gelegenheit, schon hier sein Fahrzeug ordentlich zu versenken. Wir überqueren den Lac Iriki und erreichen die ersten Dünen des Erg Chegaga. 

Endlich Sand! Wir haben den Erg Chegaga erreicht, das zweite, bedeutende Dünengebiet in Marokko nach dem Erg Chebbi. Hier heißt es "Luft ablassen", denn die Pisten rund um den Erg Chegaga und die wenigen, die hinein führen, sind vorzugsweise weichsandig. Wir folgen der Piste entlang der Nordroute am Erg Chegaga entlang und halten unsere ersten Sand-Workshop-Sessions ab. An den ersten Dünen probieren wir, wie weit man am Dünenhang hochfahren kann, wie sich der Sand auf der Luvseite befahren lässt, im Gegensatz zur Leeseite, wir ergründen, wie sich der Einsatz von Differenzialsperren bemerkbar macht und wir werden wohl auch die ersten Erfahrungen beim Ausbuddeln der Fahrzeuge sammeln. Am Abend genießen wir auf einer der Dünen den Sundowner und lassen den Tag am Lagerfeuer Revue passieren. Wir werden der Stille lauschen und uns am 100-Millionen-Sternhimmel berauschen. 

Tag 6

Tag 7: Wir setzen unsere Fahrt entlang dem Erg Chegaga fort und intensivieren unsere Sanderfahrungen. Wie macht sich noch weiter abgesenkter Luftdruck bemerkbar? In einer Theorie-Session sprechen wir über den richten Einsatz von Bergewerkzeug und wann welche Bergehilfe idealerweise zum Einsatz kommt. Wir besprechen aber auch die Möglichkeiten und Gefahren des gegenseitig Bergens mit Hilfe der Fahrzeuge.

Am Nachmittag nähern wir uns uns M'hamid, dem Anfang oder Ende des Erg Chegagas, erhöhen den Reifendruck auf Asphaltniveau und fahren die letzten 100  km bis nach Zagora. Hier übernachten wir auf einem wunderschönen, in einer Palmerie gelegenen Campingplatz und lassen uns am Abend im Restaurant des Campingplatzes verwöhnen. 


Tag 09: Frühmorgens verlassen wir Zagora und fahren ca. 50 km auf Asphalt nach Nordosten. Dann biegen wir rechts auf die Piste ab, die uns parallel zur Algerischen Grenze in Richtung Ramlia und Erg Chebbi führt. Die Piste ist sehr abwechslungsreich, sowohl was den Untergrund als auch die Landschaft anbelangt. Harte Ton- und Schotter-Passagen wechseln sich mit Weichsandfeldern und FechFech-Passagen ab.

Wir übernachten wild, machen (hoffentlich) Lagerfeuer und genießen die Stille der Wüste und einen Nachthimmel, der nur vom Mond  und den Sternen erleuchtet wird. 

Tag 10: Nach ausgiebiger Pistenfahrt erreichen wir am Tag 10 am Spätnachmittag den Erg Chebbi, das bekannteste, größte und aufgrund seines orangefarbenen Sands wohl auch schönste Dünengebiet Marokkos. Wir schlagen unser Nachtlager in den Dünen auf und werden auch hier die Ruhe unter dem Sternenhimmel genießen. 

Tag 11: Wir setzen unsere Sandspielchen, die wir im Erg Chegaga begonnen haben, fort, widmen uns erneut der Bergung festgefahrener Fahrzeug und werden unsere Erfahrungen an höheren Dünen, steileren Abfahrten und beim Schrägfahren am Dünenhang intensivieren. Heute geht es mal wieder in den Sand. Hier, am Erg Chebbi, können wir das im Erg Chegaga Gelernte vertiefen und erneut in die Praxis umsetzen. Ihr werdet merken, wie Euch die erste Sanderfahrung und die vielen Pistenkilometer sicherer im Umgang mit Euren Fahrzeugen gemacht haben. Auch das Steckenbleiben verursacht keine Schweißausbrüche mehr, wenngleich es das Ausbuddeln wahrscheinlich doch noch tut. 

Am Nachmittag gibt es eine kleine Überraschung von uns. Mehr wird noch nicht verraten. 

Tag 11: Wir turnen noch ein wenig im Sand herum, bevor wir uns vom Erg Chebbi verabschieden. Am Nachmittag machen wir uns auf, die Piste nach Boudnib unter die Räder zu nehmen. Sie ist meist steinig und rauh, hat aber ein paar knackige Offroad-Passagen zu bieten, die den Fahr-Horizont der Teilnehmer erweitern. Wir übernachten wild ganz in der Nähe der Algerischen Grenze.  


Tag 12: Wir setzen die Tour auf der Piste nach Boudnib fort, kommen nun an eine Hochebene, die von zahlreichen, V-förmigen Regenwasser-Ablaufrinnen gequert wird. 

Weiter geht an ein bis zwei steile Auffahrten, für die es aber auch flachere Umfahrungen gibt. 
Alles in Allem ist diese Piste fahrerisch am anspruchsvollsten, macht aber auch - mal abgesehen von Weichsandpassagen - am meisten Spaß. 

An Spätnachmittag erreichen wir Boudnib und fahren von hier aus gleich weiter nach auf den Campingplatz Source Bleu in Meski, wo uns ein gemeinsames Abendessen erwartet. 

Tag 13: Wir verabschieden uns heute voneinander, weil diejenigen, die zur Fähre nach Tanger fahren, hier den Heimweg antreten müssen. Bis nach Tanger Med sind es von hier zwischen 650 bis 720 km, für die man sich zwei Tage Zeit lassen sollte. Für alle, die noch etwas länger in Marokko bleiben, haben wir ganz viele Tipps auf Lager, was sie in den verbleibenden Tagen noch alles sehen oder erleben können.