Vorbemerkung:
Wir orientieren uns bei der Tour-Planung am Fahrplan der GNV für die Schiffsverbindung von Genua nach Tanger Med. Da der Fahrplan für Weihnachten 2026 noch nicht veröffentlicht ist, orientieren wir uns an den bereits bekannten Abfahrzeiten und gehen davon aus, dass die auch für die Weihnachtszeit gelten. Danach würde die Hinfahrt der GNV von Genua nach Tanger am Samstag, 19.12. erfolgen. Ankunft in Tanger Med am Montag, 21.12.26.
Tourstart ist am 22.12. in Marrakesch. Wer mehr Zeit hat, kann natürlich schon vorher anreisen und später abreisen.
Tourende ist am 11.01.27 in Fes. Die Rückfahrt wäre danach von Tanger nach Genua am Dienstag, 12.01.27, Ankunft in Genua am Freitag 15.01.27.
Die Anreise ist aber auch auf eigener Achse auf dem Landweg über Algeciras oder Tarifa im Süden Spaniens möglich. Von hier aus gibt es täglich mehrere Schiffe, so dass diese Anreise die größtmögliche Flexibilität bietet. Die Kosten für die kurze Fähre von Algeciras nach Tanger Med und zurück liegen bei ca. € 250,- bis € 300,- für die Hin- und Rückreise mit einem Fahrzeug in unserer Größe (6,5 m lang, 3,5 m hoch).
Der hier gezeigte Tourenverlauf ist ein Grobentwurf der Tour, der sich im Detail noch ändern kann. Zu vielfältig sind die Unwägbarkeiten bei einer solchen Reise, die den Reiseverlauf im Detail verändern können.
Preis: Die Tour kostet pro Team (1 Auto, 2 Personen) € 4.790,-
Es wird maximal 7 Teams á 2 Personen geben, d.h. wir sind maximal 16 Leute. Wir behalten uns das Recht vor, ein Fahrzeug zu überbuchen, für den Fall, dass ein Teilnehmerteam ausfällt.
Mindestteilnehmerzahl: 4 Teams
Im Preis enthalten ist die Ausarbeitung der Tour mit zahlreichen Alternativen und Optionen, unser Guiding durch Marokko mit unserem Sternchen, einem 9-Tonnen Allrad-Truck. Ferner enthalten sind die Workshops sowohl theoretisch als auch praktisch zu den Themen Fahren auf steinigen Pisten, Fahren im Sand, richtiges Verhalten beim Festfahren, Selbstbergung, Bergung durch ein anderes / andere Fahrzeug(e). Reifenwechsel-Workshop, Dieselpumpen-Entlüftungs-Workshop.
Ebenso enthalten ist ein kleines "Shootage-Package", ein Paket aus Bildern und Video, vorzugsweise von Fahrzszenen, aber auch vom gesamten Reiseverlauf für die nichtkommerzielle Nutzung. Wir haben eine Cloud eingerichtet, auf der wir uns Bild- und Videomaterial hochladen und auf die jedes Team sein Bild- und Filmmaterial spielt, das es den anderen Teilnehmern zur Verfügung stellen möchte. Von dort kann sich dann jeder das Bild- und Filmmaterial downloaden, das ihn/sie betrifft oder interessiert.
Ebenso enthalten sind ein Weihnachts- und ein Sylvester-Menue ohne Getränke.
Nicht im Preis enthalten ist die An- und Abreise mit der Fähre (entweder Genua, Marseille, Setè, Algeciras oder Tarifa) die Spritkosten, Campingplatzkosten, Verpflegung und etwaige Eintritte.
Anreise/Abreise nach und von Tanger Med
Eure Anreise erfolgt auf eigene Faust. Wir empfehlen, die Fähre ab Genua am Samstag, 19.12.26 zu nehmen, weil das die entspannteste Art der Anreise ist. Die Teilnehmer, die diese Anreise wählen, treffen sich bereits am Fähranleger und können sich während der Überfahrt schon näher kennenlernen.
Alternativ gibt es eine Fähre ab Marseille und eine ab Sete oder die Möglichkeit, in Barcelona zuzusteigen. Wer sich schon im Süden Spaniens befindet oder auf Achse anreisen möchte, kann auch ab Algeciras oder Tarifa eine der kurzen Fähren nach Ceuta oder Tanger Med (so heißt der neue Hafen in Tanger) nehmen.
Ideal wäre es, wenn sich alle Teilnehmer am Montag, 21.12. im Hafen von Tanger Med treffen bzw. in der nächsten Ortschaft westlich von Tanger Med, Ksar Es Seghir (für die, die mit einer anderen Fähre kommen). Hier kann man prima Gemüse shoppen, Fisch essen und auf die Reisegefährten warten. 1 km nach Ksar Es Seghir geht's auf die Autobahn nach Marrakesch.
Die Fähre ab Genua kommt am Montag, 21.12. gegen 16 Uhr in Tanger an. Da mit Verspätung zu rechnen ist und die Zollformalitäten durchaus auch mal vier Stunden in Anspruch nehmen können, bis alle Teilnehmer durch den Zoll sind, solltet Ihr davon ausgehen, auf dem Parkplatz im Hafen von Tanger Med zu übernachten und am nächsten Morgen gemeinsam in Richtung Marrakesch aufbrechen. Der Übernachtungsplatz im Hafen von Tanger Med ist absolut sicher, weil er sich noch im geschlossenen Bereich des Terminals direkt nach dem Zoll befindet. Hier kann man auch bei der Rückreise sicher und halbwegs ruhig übernachten.
Die Tour beginnt am Dienstag, 22.12.26 in Marrakesch auf unserem Lieblings-Campingplatz Manzil la Tortue etwas außerhalb der Stadt.
Sie endet am Montag 11.01.27 in Fes. Von hier nach Tanger sind es ca. 450 km. Davon könnt Ihr am 11.01. bereits ein Stück weit fahren, um am 12.01. nicht die gesamte Strecke zurücklegen zu müssen. Das Schiff legt gegen 22 Uhr im Hafen von Tanger ab, der Check-in dürfte ab 16 Uhr geöffnet sein. Es ist also genügend Zeit, am 12.01. die zweite Hälfte der Strecke auf der Autobahn bis nach Tanger zurückzulegen.
Die Tour startet dann offiziell am 22.12.26 in Marrakesch am Abend mit einem gemeinsamen Umtrunk und einem Snack für alle Neuankömmlinge.
In Marrakesch bleiben wir zwei Nächte auf unserem Lieblings-Campingplatz Manzil la Tortue, der ca. 10 km außerhalb von Marreksch im Osten der Stadt liegt. Von hier aus tauchen in die faszinierende Welt der Souks ein und erleben schon noch ein bisschen das Flair aus 1001er Nacht, wenn man durch die Gassen streift udn sich in eine völlig andere Welt gebeamt fühlt.
Nach einem Tag voller Reizüberflutung seid ihr höchstwahrscheinlich bereit, in die Stille Marokkos einzutauchen. Natürlich reicht ein Tag nicht aus, um die Vielfalt und die Exotik von Marrakesch zu erleben, aber es soll ja auch nur ein Appetithäppchen sein und eine Einladung wiederzukommen.
Nach einer weiteren Nacht auf dem Campingplatz starten wir in Richtung Südosten, überqueren auf Asphalt den Hohen Atlas und schwingen uns erst mal entspannt auf den Bergsträsschen Marokkos ein.
Auf verwinkelten Pisten schlängeln wir uns gen Süden durch die traumhaft schönen Flussoasen des Antiatlas. Unser Ziel ist Foum Zguid, wo wir ein weiteres Mal auf einem Campingplatz übernachten. Von hier aus starten wir über die Tonebenen des Lak Iriki zum Erg Chegaga, einem der beiden größeren Dünengebiete Marokkos.
Nach den ersten Pisten streifen wir das Weltkulturerbe Ait Ben Haddou, das wir uns natürlich nicht entgegehen lassen. Dieser gut erhaltene Agadir auf einem Lehmhügel hat schon als Kulisse für diverse Historien-Gassenhauer herhalten müssen - nicht zu unrecht. Hier übernachten wir auf einem Campingplatz und fahren am nächsten Morgen weiter nach Ourzazate. Auch dort können wir noch ein bisschen Filmkultur-Luft schnuppern. Wer Lust hat, besucht die Atlas-Filmstudios, wo viele weitere Filme gedreht wurden, allerdings eben mit gefakter Kulisse. Man sollte sich dort unbedingt einen Führer nehmen, der einem erklärt, welche Kulisse für welchen Film gebaut wurden und wie die Drehs abgelaufen sind. Das ist nämlich sehr spannend.
Von Foum Zguid geht es zunächst auf steinigen Plombenzieher-Pisten in Richtung Erg Chegaga. Schon bald schiebt sich der Sand des Lac Iriki unter die Räder, was das Fahren deutlich angenehmer macht. Wir werden den Erg Chegaga höchstwahrscheinlich im Süden umrunden, zwischen den Dünen übernachten und dort unsere ersten Sanderfahrungen sammeln. Natürlich nicht ohne uns vorher auf das Fahren im Sand, auf das richtige Festfahren und auf das Selbstbergen vorzubereiten.
Wie unter dem Punkt "Geist der Touren" bereits geschrieben, ist eines der Ziele der Tour, dass ihr euch nicht nur selbst festfahren dürft, sondern auch selbst bergen. Denn nur dadurch sammelt ihr die nötige Erfahrung, derlei Touren künftig auch alleine angehen zu können. Wenn ihr euch die ersten dreimal ausgebuddelt habt und wisst wie es geht, können wir zu Plan B übergehen, und Havaristen mit unseren Fahrzeugen herausziehen, denn auch das will gelernt sein. Im Erg Chegaga werden wir mindestens 2, eventuell auch 3 Nächte verbringen, so dass wir uns auch auf die Wüste einschwingen, die Stille genießen und im Sand spielen können.
Vom Erg Chegaga geht es nach Mhamid, von wo wir - je nach Timing - entweder auf Piste nach Zagora fahren, oder auf Asphalt - was natürlich deutlich schneller geht. In Zagora gibt es die Möglichkeit, die Vorräte aufzufüllen, ein bisschen Souvenirs zu shoppen, falls erforderlich, an den Fahrzeugen zu schrauben oder schrauben zu lassen. Hier sind etliche Werkstätten, die sich auf durchgeknallte Offroadfreaks spezialisiert haben. Wir nächtigen voraussichtlich auf dem Camping Municipal, der mitten in der Stadt gelegen ist und von dem aus wir die Stadt erkunden.
HIer werden wir gemeinsam Sylvester feiern und das Jahr krachend ausklingen lassen.
Am nächsten Tag ist ein Ruhetag in Zagora angesagt. Wer möchte, macht mit uns eine Sonnenaufgangs-Führung durch die Palmenoase mit. Dabei gibt es traumhafte Foto-Motive und Vieles zu entdecken.
Nach zwei Nächten in Zagora zieht es uns wieder in die Wüste. Wenige Kilometer hinter der Stadt verlassen wir den Asphalt und biegen auf die Piste ab, die uns über Ramlia und Taouz zum Erg Chebbi und nach Merzouga führt. Auf der Piste müssen wir mindestens einmal übernachten. Sie führt teils durch steiniges und felsiges Gebiet, teils aber auch durch Weichsand- und Fech-Fech-Felder.
Wer nicht weiß was Fech Fech ist, dem sei hier die schwülstige Erläuterung aus Wikipedia ans Herz gelegt, die keine Sau versteht:
Fech Fech (arabisch فش فش; nach der französischen Transkription ausgesprochen als „fesch-fesch“[1]) ist ein in der Sahara gebräuchlicher, regionaler Fachausdruck für feine, siltige Sedimente mit pulverartiger Konsistenz und feinkörnige, oberflächennahe Ablagerungen geringer Dichte. Fech Fech entsteht entweder aus der Verwitterung feinkörniger lakustriner oder fluviolakustriner, holozäner Sedimente, häufig in Zusammenhang mit Evaporiten oder als Verwitterungsprodukt von Tonsteinen.[2] Durch die fehlende Kohäsion zwischen den Sedimentpartikeln („Trockener Treibsand“) haben vor allem Fahrzeuge keinen Halt auf diesem Untergrund und können bis zu 40 cm tief einbrechen. Fech Fech-Gebiete werden sehr oft von einer dünnen Schicht Flugsand überdeckt. Dadurch kann dieses Terrain oft nicht an seiner Oberfläche erkannt werden und bildet eine Gefahr für Fahrzeuge.[1]
Hier kommt meine Übersetzung: mehlartiger Sand, der wunderschöne Staubwolken produziert.
Wenn's vom Timing her passt, werden wir in Ramlia gemeinsam essen gehen, bevor wir weiter zum Erg Chebbi fahren.
Von Ramlia geht's über Piste nach Touz, wo wir wieder auf Asphalt treffen. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Erg Chebbi, den wir gleich bei der ersten Einfahrt erkunden werden, um uns einen schönen Übernachtungsplatz in den Dünen zu suchen. Am nächsten Tag ist wieder Sandspielen mit den Fahrzeugen angesagt. Hier werden wir das, was wir im Erg Chegaga gelernt haben, vertiefen. Und nicht nur das, sondern wahrscheinlich auch wieder das eine oder andere Fahrzeug. Also üben wir weiter das Bergen mit und ohne Fahrzeughilfe, so dass euer Selbstbewusstsein in Sachen Selbstbefreiung quasi stündlich wächst.
Nach zwei Nächten in den Dünen durchqueren wir den Dünengürtel und fahren nach Merzouga, wo eine Reihe von Restaurants mit marokkanischen Leckereien locken. Danach geht's wieder zurück in die Dünen und hinter dem Dünengürtel auf Piste in Richtung Erfoud. Hier treffen wir bald wieder auf eine Asphaltstraße und folgen ihr nach Norden. Das Timing werden wird möglichst so gestalten, dass wir an einem der Markttage Rissani erreichen. Der dortige Souk ist einer der urigsten und authentischsten, den wir kennen. Hier bummeln wir durch die Gassen, lassen uns in einem der Restaurants oder Cafe's nieder, um etwas zu essen oder einen Tee oder einen Café M'hersa zu trinken.
Wenn's passt, übernachten wir hinter der Mauer eines verlassenen Forts kurz hinter den Toren von Rissani. Dort unternehmen wir eine kleine Wanderung zur Felskante, von der man einen herrlichen Ausblick auf das wüstenartige Hinterland genießen kann.
Von hier geht es erstmal auf Asphalt weiter nach Norden in Richtung Fes. Wenn es der Zeitplan erlaubt, durchqueren wir noch einige Teile des mittleren Atlas, den Zedernwald an den nördlichen Ausläufern des Moyen (mittleren) Atlas.
In Fes angekommen, stellen wir unsere Fahrzeuge direkt am Blauen Tor, dem Eingang zur Medina (Altstadt) ab und übernachten hier. Von hier aus kann jeder nach eigenem Gusto die Stadt erkunden und seine Orientierungsfähigkeit auf die Probe stellen. Denn allzu schnell hat man selbige verloren und weiß gar nicht mehr, wie man hier wieder raus kommt. Zum Glück kennt hier jeder das Blaue Tor und zeigt euch den Weg zurück zum Fahrzeug.
In Fes werden sich unsere Wege trennen. Wer noch in Marokko bleibt und ein paar Tage (oder auch länger) das Land auf eigene Faust bereist, dem sei die Blaue Stadt Chefchaouen ganz im Norden Marokkos empfohlen. Vom dortigen Campingplatz geht man ca. 10 Minuten zur Altstadt und taucht dort in eine faszinierende, von der Farbe Blau geprägte Welt ein. Vor hier aus sind es noch ca. 2 Stunden Fahrt nach Tanger Med und noch weniger, wenn man die Rückfahrt nach Spanien von Ceuta aus antreten möchte.
Wir werden uns von Fes aus wieder in den Süden aufmachen, um den Anfang von Tour 2 zu "scouten", die Ende Oktober in Fes starten und uns zunächst mal in den Hohen Atlas führen wird.
Noch ein Wort zum "Timing" von Tour 1: Wir starten die Tour bewusst am 01. April, weil der Ramadan in 2025 vom 28. Februar bis zum 29. März dauern wird. Er verschiebt sich von Jahr zu Jahr jeweils um ca. 10 Tage nach vorne, findet also in 2026 vom 17. Februar bis 19. März statt. In dieser Zeit sind die meisten Geschäfte und Restaurants tagsüber geschlossen. Am Abend ist dafür umso mehr los auf den Straßen und in den Cafe's. Wir haben den Ramadan auf unserer Reise 2022 im April miterlebt und nicht so wirklich als prickelnd empfunden, weshalb wir euch diese Erfahrung ersparen möchten.
Preis: Die Tour kostet pro Team (1 Auto, bis zu 2 Personen) € 4.790,-
Es wird maximal 7 Teams á 2 Personen geben, d.h. wir sind maximal 16 Leute. Wir behalten uns das Recht vor, ein Fahrzeug zu überbuchen, für den Fall, dass ein Teilnehmerteam ausfällt.
Mindestteilnehmerzahl: 3 Teams
Im Preis enthalten ist unser Guiding durch Marokko mit unserem Sternchen, einem 9-Tonnen Allrad-Truck.
Ferner enthalten sind die Workshops sowohl theoretisch als auch praktisch zu den Themen Fahren auf steinigen Pisten, Fahren im Sand, richtiges Verhalten beim Festfahren, Selbstbergung, Bergung durch ein anderes / andere Fahrzeug(e). Reifenwechsel-Workshop.
Ebenso enthalten ist ein kleines "Shootage-Package", ein Paket aus Bildern und Video, vorzugsweise von Fahrzszenen, aber auch vom gesamten Reiseverlauf für die nichtkommerzielle Nutzung. Wir richten eine Cloud oder einen Server ein, auf den jedes Team sein Bild- und Filmmaterial spielt, das es den anderen Teilnehmern zur Verfügung stellen möchte. Von dort kann sich dann jeder das Bild- und Filmmaterial downloaden, das ihn/sie betrifft oder interessiert.
Nicht im Preis enthalten sind die An- und Abreise mit der Fähre (entweder Genua, Marseille, Setè, Algeciras oder Tarifa) die Spritkosten, Campingplatzkosten, Verpflegung und etwaige Eintritte.